Schon heute nutzen über 40% der verarbeitenden Betriebe das Internet zumindest teilweise zur Bestellung und immer mehr Baustoffhändler bieten konsequenterweise auch Online-Plattformen für den Handwerker an. Für die produzierenden Unternehmen hatte dies aber bis auf wenige Ausnahmen bisher nur geringe Auswirkungen. Ein nennenswerter Direktvertrieb über das Internet findet von ihrer Seite nur selten statt.
Um die Chancen und Risiken eines Direktvertriebs auszuloten, hat die Munich Strategy Group (MSG) nun in einer umfassenden Studie über 200 Handwerksunternehmen, vorwiegend aus dem Bereich Fensterbau, in strukturierten Telefoninterviews befragt. Bisher haben Online-Nutzer durchweg gute Erfahrungen mit Bestellungen im Internet gemacht. Die überragende Rolle des Handels steht dabei zweifelsfrei fest. Doch ein überraschend großer Teil der Verarbeiter zieht eine Bestellung direkt beim Hersteller zumindest in Betracht stellt Claus Wattendrup, Geschäftsführer von MSG und Initiator der Studie fest. Denn über 80% der Handwerksbetriebe können sich vorstellen, ihre Waren direkt von einzelnen Herstellern zu beziehen. Die Bereitschaft zur Direktbestellung steigt bei entsprechenden Rabattmodellen sogar noch an, wobei aber auch die Lieferbedingungen und Informationen zu Verfügbarkeit und Liefertermin von hoher Bedeutung sind.
Für die Hersteller ergeben sich hier also grundsätzlich Chancen, neue Absatzwege zu erschließen. Dadurch geraten sie allerdings in eine Konkurrenzsituation mit ihrem wichtigsten Vertriebsweg, den Händlern. Die Hersteller sind hier gefordert, genau abzuwägen, inwieweit Sie bereit sind, Ihre Position beim Handel zugunsten höherer Margen im Direktvertrieb zu gefährden. Hier besteht ein hohes Konfliktpotenzial, welches es erst noch zu lösen gilt.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung können gegen eine Schutzgebühr von 25,00 zzgl. MwSt. angefordert werden unter:
Munich Strategy GmbH & Co. KG
Frau Katrin Große
Prinzregentenstr. 91
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