Gebrauchte Software in Europa - neue Impulse in einem reifen Markt
Der noch junge Markt für gebrauchte Software hat das Potenzial zu einem wichtigen Teil des Handels zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Münchner Strategieberatung Munich Strategy Group (MSG).
MSG prognostiziert, dass die heute agierenden Player weiter wachsen werden und den Markt nach und nach erschließen. MSG begründet seine Prognose damit, dass durch die wachsende Anzahl von Unternehmen, die Gebraucht-Software einsetzen, die noch bestehende Kaufzurückhaltung zurückgehen wird.
Die Wachstumsaussichten für die Branche sind jedoch hervorragend. MSG stützt sich bei seiner Prognose auf die Umsätze, die mit für den Gebrauchtmarkt relevanter Software erzielt werden. Ausgehend von einem Umsatz dieser Softwarearten in Deutschland von rd. 4,2 Mrd. Euro ergibt sich ein Markvolumen zu Gebrauchtpreisen von rd. 2,1 Mrd. Euro. Zwar ist dies ein theoretischer Wert, da nie der gesamte Bedarf über den Gebrauchtmarkt abgedeckt werden kann, er macht jedoch das enorme Potenzial in diesem Markt deutlich.
Nach Berechnungen von MSG hat das Gebrauchtsoftware-Marktvolumen im Jahr 2007 rund 18,3 Mio. Euro betragen, wobei rund die Hälfte des Umsatzes (rd. 8,5 Mio. Euro) auf usedSoft enfällt. Preo Software AG und U-S-C GmbH erwirtschafteten je zwischen 3 und 4 Mio. Euro, während die susensoftware GmbH bei einem Umsatz zwischen 1 und 1,5 Mio. Euro lag.
Im augenblicklichen Marktgefüge ist mit ersten Konsolidierungen ab dem Jahr 2010 zu rechnen. Allerdings ist noch nicht abzusehen, ob auch große Softwarehändler in den Markt einsteigen. Dies hängt vor allem vom Verhalten der Hersteller ab. Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass in naher Zukunft große Händler unter Ihrer Hauptmarke gebrauchte Software vertreiben. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass diese über Tochterfirmen oder Übernahmen nach und nach in den Markt kommen.
Zudem werden künftig laut MSG neben dem deutschen Markt auch andere Länder Europas im Visier der heutigen Player stehen. Denn selbst kleinere Märkte wie Benelux, Österreich, Schweiz und Dänemark sind mit einem jeweiligen Marktpotenzial zwischen 250 und 300 Mio. Euro interessante Zielmärkte. Das gesamte Marktpotenzial in Europa (ohne Osteuropa) beträgt demnach rd. 8,8 Mrd. Euro (alle Angaben zu Gebrauchtpreisen). Eine Ausdehnung des Geschäftsmodells nach England, Frankreich, Italien und Spanien ist wahrscheinlich. Auch die osteuropäischen Länder bieten großes Potenzial. Hier ist der Bedarf insbesondere nach preisgünstiger Software besonders hoch.
Fazit unserer Analyse: Eine positive Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen vorausgesetzt, wird sich der Markt für gebrauchte Software immer stärker etablieren, und von den Unternehmen beherrscht, die früh in Führung gehen und die Marktentwicklung maßgeblich gestalten.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung können gegen eine Schutzgebühr von 25,00 zzgl. MwSt. angefordert werden unter:
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